Die Untersuchungen der freigelegten Mauerreste in der Walburgisstraße wurden in den letzten Tagen fortgesetzt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Mauer rund 2,50 Meter tief in das Erdreich reicht. Aufgrund ihrer Rundung wurde zunächst vermutet, dass es sich um einen Turm handeln könnte. Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich jedoch um ein Kellerfundament eines gründerzeitlichen Anbaus der ehemaligen Apotheke.
Die aktuellen Untersuchungen zeigen außerdem, dass die Mauer nicht aus dem Mittelalter stammt und keinen besonderen historischen Wert besitzt. Das weitere Vorgehen wird gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) abgestimmt. Die Archäologen waren vor Ort, begleiteten die Untersuchungen und dokumentierten die freigelegten Mauerreste. Unter anderem wurde zur Dokumentation ein 3D-Modell der Mauerreste erstellt.
Im Bereich der abgesperrten Fundstelle können die Arbeiten für den Kanalbau diese Woche fortgesetzt werden. In den übrigen Abschnitten der Walburgisstraße laufen die Bauarbeiten wie geplant weiter.
3D-Modell Grabungsfirma LQ Archäologie unter Beaufsichtigung der LWL-Archäologie für Westfalen:
