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Historischer Mauerfund in der Walburgistraße

Im Zuge der Bauarbeiten in der Walburgistraße wurden historische Mauerfragmente entdeckt. Die Fundstelle befindet sich zwischen der Stadtinformation und der Alten Wallfahrtskirche.

Derzeit wird der Fund durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) archäologisch betreut. Für die weitere Untersuchung und Dokumentation wurde eine Fachfirma beauftragt.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um den Eckbereich des Fundaments eines Hauses. Dieses Gebäude ist bereits im Urkataster des 19. Jahrhunderts verzeichnet. Wie alt die freigelegten Mauerreste tatsächlich sind, lässt sich derzeit noch nicht genau bestimmen. Nach Einschätzung der Fachleute könnten sie jedoch mehrere Jahrhunderte alt sein. Zudem wird vermutet, dass die Mauer zum Keller eines ehemaligen Vordergebäudes gehört.

Die rund 70 Zentimeter dicke Mauer wurde mit Kalkmörtel aus Sand, Kalk und Wasser errichtet – also ohne Zement. Diese Bauweise spricht für ein Fundament aus einer früheren Zeit. Auffällig ist außerdem, dass die Bebauung an dieser Stelle nicht rechtwinklig, sondern abgerundet ausgeführt wurde.

Noch ist unklar, wie tief die Mauer in den Boden reicht und wie weit sie sich seitlich fortsetzt. Da Bodendenkmäler möglichst geschützt im Erdreich erhalten bleiben sollen, wird die Mauer derzeit nicht seitlich weiter freigelegt. Für die Kanalarbeiten werden die Untersuchungen jedoch in die Tiefe fortgesetzt, um die Ausdehnung des Fundaments zu bestimmen.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse entscheidet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, ob die neuen Kanalanschlüsse unterhalb der Mauer verlegt werden können oder ob die Mauer für die Bauarbeiten teilweise entfernt werden darf.

Für den weiteren Bauablauf ergeben sich durch den Fund zunächst keine Einschränkungen. Während die Untersuchungen und die Dokumentation der Fundstelle laufen, können die Arbeiten in anderen Bereichen der Baustelle planmäßig fortgesetzt werden.